Mit Eifer und Fleiß den Schulhof mit neuen Ruhebänken versehen (Projekt der Klasse 9)

Sassenberg - Wenn die Schüler der Sassenberger Hauptschule in den Pausen den Schulhof stürmen, gibt es seit kurzer Zeit neben Tischtennisplatte und Fußballplatz eine weitere Anlaufstelle. Die neuen Sitzbänke mit Tischen sind ideal, um in Ruhe das Pausenfrühstück zu verzehren oder mit den Mitschülern über dies und das zu quatschen.

Das Besondere an den neuen Sitzgelegenheiten, sie wurden nicht von irgendeiner Firma erbaut, sondern selbst von einigen Mitschülern erstellt.

Die Idee für dieses Projekt hatte Fördervereinsvorsitzender Gregor Krützkamp. „Denn unsere Schulhof bietet ein sehr großes Betätigungsfeld“, berichtete die stellvertretende Schulleiterin Gisela Timmer, nachdem der Anbau mit Innenausstattung an der Hauptschule so gut wie fertig gestellt ist.
„Klar sollen sich Schüler in den Pausen bewegen, doch sie brauchen auch ihre Ruhezonen“, erklärte Timmer, doch diese waren vor kurzer Zeit noch recht rar auf den Schulhof. Gregor Krützkamp hatte die Idee, Clemens Knappheide einzuschalten und gleich zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Denn neben den neuen Sitzgelegenheiten, hatten die Schüler die Möglichkeit, mit dem Senior-Experten neue berufliche Erfahrungen im handwerklichen Umgang mit Holz und Metall zu lernen, was auch sehr gut in das Konzept der Hauptschule passt.
Und auch Studien- und Ausbildungskoordinator der Hauptschule Jürgen Schürenkamp, sah darin die willkommene Gelegenheit, „Berufsorientierung in die Praxis umzusetzen“. Und praktisch wurde das Projekt Schulbänke auf jeden Fall. So machten sich einige Schüler der Klasse 9b engagiert daran, aus Metall und Holz zwei enge Sitzgelegenheit zu bauen, um sie nachher noch mit Betonierarbeiten im Schulhof fest zu verankern.
Die fleißigen Schüler stießen beim Seniorexperten mit ihrem Eifer auf große Begeisterung. „Ich war 31 Jahre als Ausbilder tätig, aber dass die Lehrlinge nicht ihre Pausenzeiten einhalten“, war dem erfahrenen Ausbilder auch noch nicht untergekommen. „Einige handwerkliche Fertigkeiten ließen sich schon erkennen“, resümierte Clemens Knappheide.
Die Schüler bestätigten am Ende, dass es ihnen sehr viel Spaß gemacht habe. Auch Gregor Krützkamp, der gemeinsam mit Annette Sieweke vor Ort war, freute sich, „dass der Förderverein solche Dinge unterstützen kann“. Zusammen mit den finanziellen Mitteln vom Land und der Unterstützung der podologische Fachpraxis von Maria Krützkamp, hatten sie das erfolgreiche Projekt ermöglicht.
„Durch Schüler entstandene Werke, sind noch keiner Zerstörung zum Opfer gefallen“, erzählte Gisela Timmer, was hoffen lässt, dass die neuen Bänke, noch eine lange Lebenszeit vor sich haben.

VON MICHAEL STROTHOFF, WN-WAF