Förderung Jugendlicher mit Migrationshintergrund

An unserer Hauptschule im ländlich strukturierten Sassenberg stellt sich die Eingangssituation wie folgt dar: „Es gibt einen verschwindend geringen Ausländeranteil in allen Jahrgangsstufen (5,5 %), allerdings ist der Anteil der Aussiedler mit 30 % relativ hoch.“[1] Die aktuelle Situation für das Schuljahr 2005/2006 hat sich wie folgt geändert: Unsere Schule ist in den Jg. 5, 6, 7 und 9 dreizügig, in den Jg. 8 und 10 vierzügig. Bei 488 Schülerinnen und Schülern sind 24 ausländische Schülerinnen und Schüler (4,9 %), 72 in den GUS geborene Schülerinnen und Schüler (14,8 %) und 98 Schülerinnen und Schüler, bei denen mindestens 1 Elternteil nicht in Deutschland geboren ist (20 %), zu verzeichnen (s. Schaubild 1).
„Zwar sind viele der Kinder in Deutschland geboren, aber es ergeben sich Probleme aufgrund der unterschiedlichen Sozialisation in den Familien (Konfession, erzieherische Traditionen...).“[2] Damit ergibt sich ein Gesamtanteil von 40 % Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund.
Somit liegt unsere Hauptschule über dem Durchschnitt, bezogen auf die demografische Entwicklung im Zuwanderungsland Nordrhein-Westfalen, die besagt, „dass der Anteil der Kinder und Jugendlichen mit Migrationshintergrund derzeit rund ein Drittel beträgt.“[3]
Dieser Situation stellt sich die Hauptschule im Herxfeld durch die Umsetzung eines speziellen Konzepts, das folgende Ziele bei unseren Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund anstrebt:
- bessere Beherrschung der deutschen Sprache;
- weniger Klassenwiederholungen;
- Verringerung der Übergänge zu den Förderschulen;
- Erhöhung der Empfehlungen zu weiterführenden Schulen;
- gelingende Übergänge in Ausbildung und Arbeit.[4]
[1] Schule im Herxfeld/Gemeinschaftshauptschule der Stadt Sassenberg: Schulprogramm. S. 5
[2] ebenda. S. 5
[3] Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen/Landesinstitut für
Schule/Qualitätsagentur NRW. Die Zukunftschancen verbessern. Konzept für die Förderung von
Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund – Verwendung der Stellen für Integrations-
hilfen. S. 3
[4] vgl. ebenda. S. 4